Anfang der Woche, am 19.12.2011, fand an der Technischen Universität Hamburg-Harburg ein Treffen mit MitarbeiterInnen der TU Braunschweig (Thomas Czerwionka, ehemals TUHH), der Universität Oldenburg (Dr. Petra Muckel, Birte Heidkamp, Jan-Hendrik Willms) und der Universität Göttingen (Cristina Szasz) zu dem Thema ePortfolios statt.
Sowohl im TUHH-Projekt „LearnING TUHH – Ingenieurbildung für die Anforderungen der Gesellschaft im 21. Jahrhundert“ (siehe Pressemitteilung der TUHH vom 18.05.2011) als auch im Rahmen des niedersächsischen Verbundprojektes eCult und des Projektes „Teach 4 TU“ der TU Braunschweig wird es – neben anderen interessanten Themen – auch um die Weiterentwicklung und den Einsatz von ePortfolios gehen. Alle drei Projekte werden aus Mitteln des Qualitätspaktes für Lehre gefördert.
Da die Technische Universität Hamburg-Harburg im Rahmen des abgeschlossenen Projektes studIPort 2.0 durch die Eigenentwicklung eines ePortfolio-Plugins für die Lernplattform Stud.IP bereits einige Erfahrung zu dem Thema gesammelt hat, informierten sich die VertreterInnen der Universität Oldenburg und der Universität Göttingen über den Prozess, die didaktischen Überlegungen, die bei der Entwicklung des TUHH-ePortfolios eine Rolle gespielt hatten und die praktischen Erfahrungen an der TU Hamburg-Harburg.
In dem spannenden Austausch wurden Ideen für die Weiterentwicklung des ePortfolios diskutiert und darüber gesprochen, welche Einsatzszenarien für ePortfolios an den Hochschulen denkbar sind und wie die Nutzung der ePortfolios von den Universitäten unterstützt werden kann.

Positive Erfahrungen und Resonanz auf die ePortfolios an der TUHH; Abbildung: Corinna Peters
Da die beiden Universitäten nicht nur ingenieurwissenschaftliche Studierende ausbilden, ist es sehr gut denkbar, dass in der Weiterentwicklung von der Kompetenzmatrix der TUHH abgewichen oder diese umstrukturiert wird. Die TU Braunschweig schließlich denkt über den Einsatz elektronischer Lehrportfolios nach – auch hier wird sicherlich der Ansatz der TU Hamburg-Harburg nicht 1:1 passen, kann aber sinnvolle Anregungen und Input geben.
Dr. Petra Muckel schlug vor, auch im Anschluss an dieses Treffen den Austausch zum Thema ePortfolio aufrecht zu erhalten. Sie denkt hierbei an einen Kreis ePortfolio-Interessierter, der sich an VertreterInnen verschiedener Hochschulen wendet. Wie dies genau zu realisieren ist, wird 2012 noch zu überlegen sein. Alle TeilnehmerInnen des Treffens waren sich aber einig, dass die fachliche Diskussion über Hochschulgrenzen hinaus oder auch eine Evaluation durch andere ePortfolio-Fachleute im weiteren Projektverlauf sehr hilfreich sein dürften.
Wir freuen uns auf den weiteren Austausch! Interessenten, die gerne in irgendeiner Form an diesem Gesprächskreis teilnehmen möchten, können sich gerne direkt an Dr. Petra Muckel (Kontakt: p.muckel [at] uni-oldenburg.de) oder über dieses Blog an mich wenden.
Viele Grüße, Corinna Peters