Mölln

Nachdem sie letztes Jahr leider ausgefallen war, konnten wir dieses Jahr wieder zur Langstrecke nach Mölln fahren. Sabrina und Torben hatten das ganze Jahr schon im Einer trainiert und in Ratzeburg gezeigt, dass sie gut in Form sind. Hauke und ich saßen hingegen dieses Jahr am Tag vorher das erste und einzige Mal vor den Rennen richtig im Zweier. Durch sein Studium ist Hauke leider nicht mehr so oft in Harburg, wodurch unsere gemeinsame sportliche Vorbereitung schwierig war.

Am Abend vor der Langstrecke waren wir noch alle beim Grünkohlessen und haben die erste rein gesellschaftliche Veranstaltung unseres Vereins genossen.

Noch übersättigt vom üppigen und vor allem leckeren Essen sind wir Sonntag Morgen während des Sonnenaufgangs nach Mölln gefahren.
Hauke und ich haben uns beim Einfahren auf dem Elbe-Lübeck-Kanal überlegt, wie wir das Rennen angehen wollen. Kurzerhand haben wir den Plan gefasst unsere Zeit von vor zwei Jahren, gut 25 Minuten, um gut 30 Sekunden zu verbessern und dafür einen Split von 2:05 Minuten pro 500 Meter anvisiert. Das Rennen lief gut und wir konnten unseren geplanten Split gut halten. Zum Schluss war auf den letzten Metern sogar noch ein kräftiger Endspurt drin. Das hatten wir noch nie geschafft – die letzten Jahren war immer einer von uns eingebrochen. Irritiert hat uns, dass Haukes Uhr trotz des Splits knapp 25 Minuten statt 24:30 gezeigt hat. Etwas unsicher haben wir angelegt und gespannt auf die Ergebnisse gewartet. Als die Liste aufgehangen wurde, waren wir froh, dass vorne die 24 Minuten standen, womit wir unsere Zeit zur letzten Teilnahme auf jeden Fall schon verbessert hatten. Allerdings waren wir nur knapp unter 25 Minuten. Damit hatten wir den dritten Platz von drei Männer-Zweiern belegt. Plötzlich wurde uns klar, dass wir uns beim Split verrechnet hatten. Wir hätten die Sekunden des Splits nicht mal sechs sondern mal zwölf nehmen müssen. Die 6 Kilometer der Langstrecke bestehen schließlich aus zwölf 500 Meter-Abschnitten. Etwas enttäuscht von unserer Leistung beim Kopfrechnen haben wir uns für nächstes Jahr vorgenommen mit richtigem Split nicht nur den Endspurt, sondern die gesamte Strecke schneller zu fahren.

Kurz nach uns hat auch Torben wieder angelegt, der im Einer mitgefahren war. Sein konsequentes Training über das Jahr hatte sich ausgezahlt. Knapp 1,5 Kilometer vor dem Ziel konnte er mit unterstützenden, taktischen Ansagen von Sabrina, die das Rennen mit dem Fahrrad begleitet hatte, einen Konkurrenten überholen. Mit der Motivation, die er aus dem Überholvorgang schöpfte, sicherte sich Torben den zweiten Platz bei den Senioren.

Gegen Mittag ging Sabrina bei den Frauen an den Start. Mit lautstarker Unterstützung vom Fahrrad und auf den letzten Metern zusätzlich auch von Hauke, der zwar nicht mit dem Fahrrad nebenher fuhr, dafür mitrannte, erkämpfte sich Sabrina den ersten Platz.

Nach dem genüsslichen Ausklingen der Regatta bei Kakao und Torte sind wir glücklich aus Mölln nach Hause gefahren und haben ein volles Podium mitgebracht. Sabrina den ersten, Torben mit der zweitschnellsten Zeit von uns den zweiten und Hauke und ich mit der schnellsten Zeit von uns den dritten Platz.

erstellt am: 22.11.2021