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„Schreiben als Konstruktionsprojekt“ – Rückblick auf die 3. „Kleine Nacht des wissenschaftlichen Schreibens“ an der TUHH

Erneut zog es viele Interessierte zur „Kleinen Nacht des wissenschaftlichen Schreibens“ der TUHH, die am 11. Mai 2016 bereits zum 3. Mal stattfand. Sowohl für Studierende als auch für Lehrende bot sich ein abwechslungsreiches Programm. Auftakt der Veranstaltung bildete eine Expertendiskussion zum Thema „Schreiben als Konstruktionsprojekt“.

Foto: TUHH/Viktoria Constanze Schneider

Foto: TUHH/Viktoria Constanze Schneider

Die von Anne Rose Sanderink (Zentrale Studienberatung, FinishING) moderierte Diskussion, an der Prof. Dr.-Ing. Hermann Lödding (Institut für Produktionsmanagement und -technik), Dr. Nadine Stahlberg (ZLL, Fachreferentin für Schreiben in der Lehre), Ruth Schaldach (Institute of Wastewater Management and Water Protection), Bertram Schütz (Lehrbeauftragter an der TUHH) und Peter Müller-Baum (Geschäftsführer VDMA-Fachverband Motoren und Systeme) teilnahmen, stellte die wesentliche Bedeutung einer (wissenschaftlichen) Schreibkompetenz auch für Studierende der Ingenieurwissenschaften heraus.

Das Schreiben, so erläuterten es die Experten, bilde eine wesentliche Funktion im Lern- und Erkenntnisprozess. Über das Schreiben würden Denkprozesse angeregt, die zu einer vertieften Auseinandersetzung  mit den fachlichen Inhalten führten sowie das Herstellen von Zusammenhängen förderten. Darüber hinaus bilde das Schreiben eine Schlüsselqualifikation in den meisten ingenieurwissenschaftlichen Berufsfeldern. Kein Ingenieur und keine Ingenieurin werde es im Beruf weit bringen, so war sich der Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Müller-Baum sicher, wenn er bzw. sie unverständliche Texte schreibe. Der Text stelle ein sichtbares Produkt, mit dem sich der Verfasser bzw. die Verfasserin nach außen präsentiere. Ein schlecht geschriebener Bericht ließe Vorgesetzte nicht selten auf mangelnde Kompetenzen bzw. nachlässige Arbeitsweisen des Mitarbeiters bzw. der Mitarbeiterin schließen.

Befragung der Absolventen und Absolventinnen des WiSe 2012/13 und des SoSe 2013 der TUHH (KOAB 2015/16)

Die Relevanz einer Schreibkompetenz in ingenieurwissenschaftlichen Berufsfeldern wird auch durch eine Absolventenbefragung von TUHH-Alumni bestätigt. Nach der 2015 durchgeführten Befragung erklären über 63,2 % aller Absolventen und Absolventinnen, dass die Fähigkeit, Protokolle, Berichte oder ähnliche Texte zu schreiben, in ihrem gegenwärtigen Beruf von ihnen sehr stark oder stark gefordert ist. Weitere 22,2 % geben an, dass die Fähigkeit mittelmäßig gefordert ist. Lediglich 14,6 % sagen, dass die Fähigkeit zum Schreiben wenig oder nicht gefordert ist (vgl. Kooperationsprojekt Absolventenstudien 2015).

Im Anschluss an die Expertendiskussion konnten die Gäste der Veranstaltung Präsentationen zu diversen schreibspezifischen Themen – sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache – besuchen. Außerdem wurde die Möglichkeit zum Schreiben an eigenen Projekten in einem Schreibraum sowie zum Austausch über das Schreiben mit Gleichgesinnten und Experten genutzt. Die Studienberatung bot hier Interessierten individuelle Schreibberatung an. Abgerundet wurde das Programm durch bewegte Pausen, Snacks und Getränke.

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