Drittmittelprojekte

Laufende Projekte

Open Foresight zur strategischen Sicherstellung der Innovationsfähigkeit von KMU

Offene Kollaborationen stellen neuartige Organisationsformen für Innovationen und die Produktentwicklung dar, die selbst in verschärften Wettbewerbssituationen ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben. Nutzer kreieren Produkte und stellen eine zusätzliche Quelle von Innovationen dar. Die Globalisierung und gleichzeitige Konzentration von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten findet nicht mehr nur in der realen Welt, sondern auch digital in Communities außerhalb der Firmengrenzen statt. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist der Blick in die Zukunft und nach außen essentiell. Das Vorausschauen (Foresight) unter Berücksichtigung verteilter Innovationsquellen wird zu einer Herausforderung und eröffnet zugleich neue Möglichkeiten der Wertgenerierung.
Die Analyse von Entwicklungsgemeinschaften sowie strategischen Partnerschaften konzentriert sich bisher weitgehend auf Kollaborationen zwischen Unternehmen. Die Öffnung des Innovationsprozesses und Einbindung von externen Anwendern stellt Unternehmen daher vor neue Herausforderungen. Die Gestaltung der Austauschbeziehungen zwischen Individualakteuren und Unternehmen fordert ein tiefergehendes Verständnis der Beteiligung für den Wissensaustausch. Insbesondere wenn es sich nicht nur um die Übernahme von Anwender-wissen handelt, sondern um die im Open Foresight zentrale Interaktionsmöglichkeit mit Individualakteuren oder gar Kollektiven. Die Aufnahme von Anregungen über grundlegende Änderungen der Rahmenbedingungen, selbst wenn diese noch relativ produktfern sind, wird zu einer zentralen Voraussetzung für Unternehmen die von offenen Prozessen profitieren möchten.
Ziel des Projektes ist es daher mit dem neuen Ansatz "Open Foresight", User-Wissen in die Prognose und den Innovationsprozess zu integrieren. Es wird eine gezielte und kosten-günstige Produktentwicklung und Planung angestrebt ; weg von sporadischen Innovationen hin zu strukturierten Entwicklungspipelines.

openforesight.org

Kontakt: Dr. Daniel Ehls und Sara Heuschneider

Potenziale, Herausforderungen und gesellschaftliche Relevanz frugaler Innovationen im Kontext des globalen Innovationswettbewerbs

In einem gemeinsamen Vorhaben des Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie Leipzig (MOEZ) und des TUHH-Instituts Technologie und Innovationsmanagement (TIM) wird die gesellschaftspolitische Relevanz frugaler Innovationen sowie ihre aktuellen und zukünftigen Wirkungsräume im deutschen Forschungs- und Innovationssystem erforscht. Der Fokus liegt dabei auf Innovationspfaden, die das Entstehen dieser Art von Innovationen besonders fördern. Am Beispiel der Automobilzulieferindustrie werden anhand einer Vergleichsstudie deutsche und indische Innovationspfade identifiziert und analysiert. Die Frage, wie sich die vorwiegend aus Schwellenländern stammenden frugalen Innovationen von den Innovationspfaden in Industrieländern unterscheiden, steht im Zentrum des Forschungsprojektes. Auf der Grundlage einer Trendanalyse und vergleichender Studien werden Handlungsoptionen für das deutsche Forschungs- und Innovationssystem identifiziert sowie Technologie- und Innovationsmaßnahmen vorgeschlagen. Die gewonnenen Erkenntnisse unterstützen deutsche Unternehmen bei der Auswahl zukunftsträchtiger Innovationsstrategien und helfen, neue Produkte und Technologien für preissensible Kunden zu entwickeln. Der Standortvorteil Deutschlands im internationalen Wettbewerb soll dadurch nachhaltig gesichert werden.

Potentiale Frugaler Innovationen

Kontakt: Dr. Rajnish Tiwari und Dr. Katharina Kalogerakis

UrbanRural Solutions

Der demografische Wandel hat bereits heute gravierende Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der lokalen Daseinsvorsorge, die kommunale und regionale öffentliche Leistungen in den Bereichen Verkehr, Bildung und Gesundheit sowie die Sicherung der Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs beinhaltet. Schrumpfungs- und Wachstumsregionen stehen sich hier gegenüber, sodass innovative Strategien zur regionalen Aufgabenteilung und räumlichen Organisation, die nur in enger Abstimmung zwischen allen relevanten Akteuren einer Region umgesetzt werden können, gefragt sind. Das Vorgehen der Innovationsgruppe wird vom Institut für Technologie- und Innovationsmanagement durch Sandra-Luisa Moschner wissenschaftlich begleitet und soll schließlich regionale Kooperationen für eine nachhaltige Daseinsvorsorge ermöglichen.

UrbanRural SOLUTIONS

Kontakt: M.Sc. Sandra-Luisa Moschner

ContinuING@TUHH

Das Projekt ContinuING@TUHH verfolgt das Ziel, individuelle Weiterbildungsangebote für Berufserfahrene aus technischen Berufsfeldern zu entwickeln und zu etablieren. Grundlage der Weiterbildung werden kooperative Forschungsvorhaben von Industrieunternehmen und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) sein, in denen Berufstätige aus den Unternehmen mit einem Teil ihrer Arbeitszeit mitwirken. Bearbeitet werden aktuelle Fragestellungen aus dem betrieblichen Kontext. Auf diese Weise sollen die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung in technischen Berufsfeldern verbessert und der Transfer neuer Technologie in die Praxis gefördert und beschleunigt werden.

continu-ing.de

Kontakt: Dipl.-Wi.-Ing. Eilika Schwenke

Abgeschlossene Projekte

Flood resilience in Indonesia: Identifizierung von Innovation mittels der Lead-User-Methode

Dieses Forschungsprojekt wurde in Zusammenarbeit mit der Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), dem Roten Kreuz Indonesien (Palang Merah Indonesia, PMI) und dem Institut für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) der Technischen Universität Hamburg (TUHH) durchgeführt. Es hatte zum Ziel, lokale Innovationen in ruralen und semi-urbanen Regionen Indonesiens zu identifizieren, die dazu beitragen, die teils verheerenden Auswirkungen von Überschwemmungen auf lokale Kommunen und die Umwelt abzumildern.
Um diese Innovationen zu identifizieren, wurde die sogenannte Lead-User-Methode verwendet, die sich bereits bei der Identifizierung von Innovationen in anderen Kontexten bewährt hat. Mit diesem Projekt sollte herausgefunden werden, ob - und wenn ja - wie Einzelpersonen oder Kommunen den Herausforderungen und Problemen, die durch die alljährlichen Überschwemmungen und verwandten Themen, wie Urbanisierung, Abholzung und Abfallbeseitigung, entstehen, mittels innovativer Ansätze begegnen. Zusammen mit lokalen Partnern sollten Personen oder Organisationen, die bereits funktionierende Lösungen für ihre eigenen Bedürfnisse entwickelt haben, deren Ideen bisher aber aus verschiedenen Gründen noch nicht verbreitet worden sind, gefunden werden. Die Studie führte zu 22 identifizierten Innovationen, die anhand von sieben verschiedener Kategorien unterschieden werden können: (greifbare) Produkte, naturnahe Innovationen, Bildung, Software & Apps, gemeindebasierte Innovationen, Dienstleistung/Geschäftsmodell-Innovationen und sog. Graswurzelinnovationen.

Projektzusammenfassung

Weitere Informationen sind auf den Seiten des IFRC verfügbar

Kontakt: Dipl.-Ing. Moritz Göldner & Daniel Kruse, M.Sc